Sehr geehrte Damen und Herrn, liebe Mitglieder,

hier wieder unsere Informationen und Veranstaltungshinweise zu aktuellen inklusiven Themen:

Samstag, 28.02.2026: „Tag der seltenen Erkrankungen“ im Rhein-Park-Center Neuss

Am letzten Februar-Tag wird weltweit der Rare Disease Day, der Tag der Seltenen Erkrankungen begangen. Infos dazu HIER. Mehrere Selbsthilfegruppen aus dem Rhein-Kreis Neuss informieren an diesem Tag von 14:00 – 19:00 Uhr im Rheinpark-Center Neuss, Breslauer Str. 2-4, 41460 Neuss über ihre Arbeit. Auf der Aktionsfläche “Samstagshelden” laden sie zu Malaktion für Kinder, Spiele und Informationen ein. Weiteres im Flyer Tag der seltenen Erkrankungen.

6. März 2026:  Angehörige von Menschen mit Behinderung laden ein, Thema:  gesetzliche Betreuung

Angehörigen von Menschen mit Behinderung laden am Freitag, 06.03.2026, 18:00 – 19:30 Uhr zu fachlicher Information und zum persönlichen Austausch ein zum Thema „Gesetzliche Betreuung“. Treffpunkt ist die Selbsthilfe-Kontaktstelle Rhein-Kreis Neuss.
Nähere Information auf dem Einladungs-Flyer. Anmeldung bis 3. März 2026!
Alle zwei Monate gibt es Austauschtreffen von Angehörigen von Menschen mit Behinderung: herzliche Einladung! 

18.04.2026: Wohnbörse der KoKoBe

Die KoKoBe Rhein-Kreis Neuss lädt am Samstag, 18.04.2026, von 11-14 Uhr zur Wohnbörse in das Pfarrzentrum der Dreikönigen-Kirche Neuss ein. Verschiedene Wohnformen mit Unterstützung werden vorgestellt. Weitere Infos im Veranstaltungs-Flyer.

Bündnis für Inklusion gegen Neubau von Förderschule

Der Verein mittendrin e.V. Köln hat Kommunalaufsichtsbeschwerde gegen den Landschaftsverband Rheinland wegen des geplanten Baus einer neuen Förderschule erhoben.Ein breites Bündnis für Inklusion, dem sich auch unsere Initiative angeschlossen hat, unterstützt diese Beschwerde. Im SPIEGEL erschien dazu dieser Bericht.
Die juristische Begründung der Kommunalaufsichtsbeschwerde ist HIER nachzulesen.
Hintergrund: vor allem an den Schulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung nehmen die Anmeldezahlen zu. Auch im Rhein-Kreis Neuss gibt es Planungen für einen größeren Neubau für die Nordpark-Schule. Dies steht im Gegensatz zu der UN-Behindertenrechtskonvention, die seit März 2009 (!) in Deutschland gilt und die Staaten verpflichtet, das Recht auf gemeinsame Bildung in einem inklusiven Schulsystem zu verwirklichen.

Aktion Mensch zum Internationalen Tag der Bildung: Stillstand bei der Inklusion verletzt Menschenrechte

In der Presseerklärung zum Internationalen Tag der Bildung (22.01.2026) weist die Aktion Mensch auf gravierende Versäumnisse beim Ausbau eines inklusiven Bildungssystems in ganz Deutschland hin und fordert:

  • Umsetzung des Menschenrechts: Inklusive Bildung sollte durch bundesweite Standards und länderübergreifende Koordination konsequent umgesetzt werden. Sie stärkt die Demokratiebildung und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
  • Inklusion als Standard: Die Ausbildung aller Lehrkräfte muss verpflichtende Module zu inklusiver Pädagogik und (digitaler) Barrierefreiheit enthalten.
  • Ressourcenbündelung: Mittel für Schulbegleitung und Sonderpädagogik müssen verstetigt und unbürokratisch direkt an Schulen fließen.

Schule  –  und dann?

In einem Übersichts-Poster informiert die Lebenshilfe zu den bundesweit bestehenden Möglichkeiten für Jugendliche mit Behinderung, nach der Schule einen Weg in das Berufsleben zu finden: „Schüler*innen mit Beeinträchtigung, Eltern, Angehörige und Fachkräfte können sich mit Hilfe dieser Handreichung einen ersten Überblick zu verschiedenen Angeboten innerhalb der beruflichen Bildung verschaffen und sich weiterführend gezielt vor Ort informieren.“

Ausbildung inklusiv im Rhein-Kreis Neuss –  auch für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung

In  einem früheren Newsletter hatten wir schon über das  Projekt „Ausbildung inklusiv – Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt im Rahmen des Budgets für Ausbildung“  berichtet. Die Federführung liegt beim Berufsförderungszentrum Schlicherum und dem Jugendhilfeträger hochdrei. Verschiedene Projektpartner, so auch unsere Initiative, wirken unterstützend mit. Zu Beginn stehen die Berufsfelder Gartenlandschaftsbau, Küche & Gastro sowie Verkauf im Mittelpunkt. Das Arbeiten im Bereich der Seniorenhilfe ist in Planung. Gesucht werden weitere Interessierte für dieses Ausbildungsangebot! Die nähere Beschreibung sowie die Kontaktdaten finden sich im Projekt-Flyer.

Fachtag „Ausbildung mittendrin“ am 3. Juli 2026 in Köln

Fünf Jahre wurden im Projekt „Ausbildung mittendrin“ junge Menschen mit so genannter geistiger Behinderung in und durch Duale Ausbildungen auf dem Arbeitsmarkt begleitet, unterstützt durch das Instrument Budget für Ausbildung nach § 61a SGB IX.
Die umfangreichen praktische Erfahrungen mit der Nutzung des Instruments „Budget für Ausbildung“ und der Integration von Azubis mit kognitiver Einschränkung in die Regel-Strukturen der betrieblichen Berufsausbildung sollen an dem Fachtag vorgestellt und diskutiert werden.
Der Fachtag richtet sich an Akteur:innen aus Praxis, Verwaltung, Politik und Wissenschaft und bietet Raum für Austausch, Einordnung und Weiterdenken zur inklusiven beruflichen Ausbildung. Wer teilnehmen möchte: hier schnell anmelden!

Leitfaden: Obenauf statt Down – Wie sich die berufliche Teilhabe von Menschen mit Down-Syndrom gestalten lässt

Der Leitfaden aus der Reihe „REHADAT-Wissen“ wendet sich an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner, Kolleginnen und Kollegen, Therapeutinnen und Therapeuten als auch Fachleute, die sich für die berufliche Inklusion einsetzen. Neben vielen fachlichen Hintergrundinformationen und weiterführenden Links werden die Erfahrungen von zehn Personen mit Down-Syndrom Fragen rund um ihre Arbeit und Ausbildung auf dem ersten Arbeitsmarkt vorgestellt. Die Beispiele zeigen, dass berufliche Inklusion mit Down-Syndrom gelingen kann, und geben Aufschluss darüber, worauf es ankommt. Der Leitfaden ist HIER abrufbar und kann auch als Druckausgabe bestellt werden.

Neues HEGA-Fachkonzept für die Werkstätten

Die Bundesagentur für Arbeit hat im November 2025 für die Werkstätten für Menschen mit Behinderung ein neues Fachkonzept für das Eingangsverfahren (EV) und den Berufsbildungsbereich (BBB), also für die ersten 27 Monate in der Werkstatt, veröffentlicht.
Mit dem neuen Fachkonzept wird eine konsequente Personenzentrierung verfolgt.
Entwicklungsprozesse innerhalb der beruflichen Bildung sollen nicht mehr für, sondern mit den Beschäftigten geplant und umgesetzt werden. Ihr Wünsche, Fähigkeiten und beruflichen Perspektiven sollen im Mittelpunkt stehen. Der individuelle Eingliederungsplan wird zu einem verbindlichen und dynamischen Steuerungselement. Das neue Fachkonzept könnte auch für Eltern bzw. gesetzliche Betreuer Anlass sein, das Gespräch mit der Werkstatt über die Erstellung und Umsetzung des individuellen Eingliederungsplans zu suchen.

„Mein Leben ist keine Kostenstelle“ – ein Kommentar

In den Medien werden Menschen mit Assistenzbedarf zunehmend als Kostenproblem gesehen.
In einer aktuellen Pressemeldung warnt der Sozialverband Deutschland vor einem „Kahlschlag bei der Eingliederungshilfe“.  Zu der aktuellen Diskussion ein Kommentar von Menschen aus der Selbsthilfe.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre
Initiative gemeinsam leben & lernen e.V.

Vorstandssprecherin: Dr. Alexandra Erlach
Vorstandssprecher: Robert Scholz
Sternstr. 71, 41460 Neuss
Telefon   02131  3690931
Telefax    02131  3690932
info@igll.de –  www.igll.de