Wie geht der Übergang von der Schule in den Beruf?

Wie geht der Übergang von der Schule in den Beruf?

Wie geht es für Jugendliche mit Behinderung nach der Schule weiter?
Oft ist ist der Berufsbildungsbereich in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) die einzige Perspektive. Aber welche inklusiven Wege zu einer beruflichen Bildung und Eingliederung in die Arbeitswelt gibt es? 
 
Beispielsweise den Besuch einer sonderpädagogischen Förderklasse an einem Berufskolleg. Seit einiger Zeit sind wir mit verschiedenen Stellen im Gespräch, um zu erreichen, dass auch in Neuss eine sonderpädagogische Förderklasse an einem Berufskolleg eingerichtet wird -  so wie es § 20 Schulgesetz NRW vorsieht.
 
Seit November 2011 ist Ruth Hilgers-Schmidt Mitarbeiterin bei igll zu diesem Schwerpunkt. Sie ist auch Ansprechperson für interessierte Eltern und Jugendliche. 
 
 
Das persönliche Budget als Alternative 
Für die individuelle Gestaltung der Eingliederung junger Menschen mit Behinderung in das Berufsleben kann das persönliche Budget genutzt werden. Eine Referentin der Bundesarbeitsgemeinschaft "Gemeinsam leben, gemeinsam lernen" verdeutlichte dies bei einem von igll organisierten Elternabend:
http://igll.de/das-persoenliche-budget-im-uebergang-schule-beruf
 
Erläuterungen und aktuelle Infos zum Persönlichen Budget, insbesondere zur Nutzung des persönlichen Budgets für den Berufsbildungsbereich außerhalb der WfbM unter
http://www.gemeinsamleben-gemeinsamlernen.de/themen/persoenliches-budget
 

Unterstützte Beschäftigung  
Das Konzept der "Unterstützten Beschäftigung" zielt auf die Eingliederung von Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Die individuelle unterstützte und begleitete Qualifizierung im Betrieb (Job Coaching) ist ein Kernpunkt dieses Ansatzes.
Ausführliche Informationen zum Konzept der "Unterstützten Beschäftigung" (UB) bei der Bundesarbeitsgemeinschaft UB unter
http://www.bag-ub.de/ub/idx_ub.htm
Die BAG UB hat mehrere Filme mit Beispielen zur individuellen Qualifizierung im Betriebe veröffentlicht:
http://bag-ub.de/ub/filme.htm
                                         
In der Broschüre Ich habe meinen Arbeitsplatz gefunden (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) wird von Menschen mit Behinderung berichtet, die es mit eigenem Mut und mit Begleitung nach dem Konzept der "Unterstützten Beschäftigung" geschafft haben, einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden. 
http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a735-arbeit...

 
Das Elisabeth-Hotel in Detmold - ein Hotel mit Handicap
Im Elisabeth-Hotel in Detmold sind 17 Personen beschäftigt - 12 von ihnen mit Behinderung. Die Angestellten sind für die Arbeiten eingeteilt, die sie individuell bewältigen können. Das WDR-Fernsehen berichtet:
http://www.wdr.de/tv/huh/sendungsbeitraege/2012/08/23.jsp
 
Wege aus dem Pflegenotstand? Geistig Behinderte helfen in Altenheimen
Der Pflegenotstand führt dazu, dass nun auch Menschen mit geistiger Behinderung als mögliche MitarbeiterInnen zur Betreuung älterer Menschen in den Blick geraten. Das Magazin KONTRASTE berichtete am 10.01.2013 über ein Pilotprojekt:
http://www.ardmediathek.de/das-erste/kontraste/wege-aus-dem-pflegenotsta...

Aus der Programminformation: 
500.000 Pflegekräfte fehlen nach neuesten Schätzungen bis zum Jahr 2030. In einem umstrittenen Pilotprojekt wird jetzt nach Lösungen gesucht: Geistig Behinderte sollen mithelfen, alte Menschen zu betreuen. Doch die Initiatoren treffen auf Widerspruch: Es gibt Zweifel an ihrer Eignung und die Lobbyisten der bislang für geistig Behinderte zuständigen „Geschützten Werkstätten" befürchten finanzielle Einbußen.
Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg

 

Arbeitskreis "Übergang Schule-Beruf" im Rhein-Kreis Neuss
Im April 2009 gründete sich der Arbeitskreis "Übergang Schule-Beruf" im Rhein-Kreis Neuss. Verschiedene Institutionen, darunter auch igll, treffen sich regelmäßig zur Verbesserung der Vernetzung und Kooperation in diesem Bereich. Der von diesem AK erarbeitete Wegweiser "Wege ins Arbeitsleben" für Schüler mit Handicap sowie für Eltern und Interessierte, gibt einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten und erforderlichen Schritte: 
http://igll.de/wege-ins-arbeitsleben
Der Wegweiser kann auch als Faltblatt in unserer Geschäftsstelle angefordert werden.